Bootsführerschein notwendig?

2. Führerscheinfreiheit

Eine Führerscheinfreiheit bedeutet allerdings trotzdem, dass Sie sich mit einigen rechtlichen Aspekten auseinandersetzten sollten. Dieses betrifft Themen wie: Ausweichregeln, Lichterführung, Betonnung, Schilder und Schallsignale oder Themen Rund ums Boot.

Hier zunächst ein paar rechtliche Grundlagen: Auf dem Wasser sind die Bundesrepublik Deutschland und viele andere europäische Länder in Binnen- und Seegewässer aufgeteilt. Die Grenzen befinden sich oft dort, bis wohin große Seeschiffe noch fahren können ‑ nicht selten sind die erste nicht bewegliche Brücke, ein Wehr oder ein sonstiges Hindernis.

Auch wenn Sie bestimmte Boote ohne Führerschein fahren dürfen, müssen Sie sich mit der Gesetzeskunde vertraut machen.

Auf den Seegewässern gelten die nationale Seeschifffahrtstraßen-Ordnung und die internationale Kollisionsverhütungsregeln (KVR). Auf den Bundeswasserstraßen gilt die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung. Ausnahmen im Binnenbereich bilden Rhein, Mosel, Donau und der Bodensee, die als internationale Gewässer gelten und daher eigene Verordnungen haben. Eine weitere Ausnahme im Binnenbereich sind die Landesgewässer, für die das jeweilige Bundesland zuständig ist.

Führerscheinfreiheit im See- und Binnenbereich

  • Motorisierung bis 15 PS (11,03 kW)
  • mindestens 16 Jahre alt
  • geistig und körperlich geeignet

Ausnahmen:

  • Die 15-PS-Grenze gilt nicht (bzw. mit Einschränkungen) auf dem Rhein, dem Bodensee, Landesgewässern oder auf Teilen der Spree-Oder-Wasserstraße.
  • Auf dem Rhein gilt eine Führerscheinfreigrenze von 5 PS, auf dem Bodensee von 6 PS.
  • Im Seebereich dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren Sportboote mit max. 5 PS Nutzleistung führen.

Lesen Sie mehr zum Thema Charterschein auf der nächsten Seite.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.